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Trauergedicht Beispiele

So klingen Trauergedichte aus dem Generator. Darunter steht jeweils, was im Formular eingetragen war.

Am Deich und in Händen

Wir erinnern Werner, wie er den Deich entlang ging. Sein Schritt war ruhig, der Blick hielt Wind und Weite. Er sprach nicht viel, doch neben ihm wurde es still. Man wusste, was zählte, ohne viele Worte mehr. Seine Hände rochen nach Eisen, Öl und Geduld. Der Werkzeugkasten stand offen, wie ein verlässliches Versprechen. Er zeigte nicht auf Pläne, er machte, was getan sein musste. So lernte man halten, richten, loslassen, wenn es Zeit war. Heute fehlt sein Schritt, doch seine Art geht mit uns. In dem, was wir anpacken, spricht er ohne Stimme. Wir tragen Werner weiter, indem wir tun, was er lehrte. So bleibt er nah, im Handgriff, im Blick über den Deich.
Diese Angaben standen im Formular Für Werner, den Vater, Spaziergänge am Deich, reimlos für die Trauerrede

Für Marianne, in stillem Dank

Marianne, deine Mutter hielt die Tür stets weit, ihr Glaube trug euch still, vergaß die Seinen nie. Sie kochte für die Nachbarn, freundlich, still, bereit, wir denken an euch heute und liebevoll an sie.
Diese Angaben standen im Formular Für die Kondolenzkarte an Marianne, ihre Mutter hat für die halbe Nachbarschaft gekocht

Für meine Schwester Katja

Katja, ich spreche leise und halte deinen Platz. Du fehlst im Gang, am Tisch, im kleinen Satz. Ich sehe deine Stirn, die keinen Schritt zurückwich. Dein Blick blieb klar, auch wenn der Körper müde wurde. Sonntags trug das Telefon unsere Stimmen durch die Wohnung. Es waren kleine Wege, immer neu und doch vertraut. Wir legten Fragen ab und hoben wieder Mut zusammen. Dein Lachen stand bereit, selbst zwischen schlechten Nachrichten. Wenn Farbe roch, begann die Ruhe in dir. Du setztest Striche, sparsam, und die Luft hielt an. Als Hände stockten, blieben die Flächen nicht mehr leer. Sie tragen heute noch, was du nicht mehr sagst. Du nanntest das Schwerste beim Namen und machtest Witze. Stur wie ein Stein, doch warm, wenn jemand fror. Dein Trotz war Halt, kein Schild, eher eine Hand. Er hielt uns aufrecht, auch in den letzten Tagen. Katja, wir tragen weiter, was wirklich bleiben soll. Nicht Abschiede zählen, sondern dein Klang im Zimmer. Wir behalten dein Lachen, nicht die schwachen Monate. Und gehen jetzt leise, mit deinem Mut im Schritt.
Diese Angaben standen im Formular Für die Trauerfeier, meine Schwester Katja, fünf ruhige Strophen ohne Reim zum Vortragen
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