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Liebesgedicht Beispiele

So klingen Liebesgedichte aus dem Generator. Darunter steht jeweils, was im Formular eingetragen war.

Fünf Jahre, unser Gleichgewicht

Marie, fünf Jahre hält dein Blick mich wach. Du lachst so warm, bei dir atme ich frei. Beim ersten Kaffee blieb die Zeit ganz sacht. Drei Stunden wurden Platz, ich blieb dabei. In unserer Wohnung ziehen Dielen ihre Kreise. Du stiehlst mir morgens still das halbe Brot. Wir gleichen aus, auf unsere eigene Weise. Dein Grinsen teilt den Tag und nimmt die Not. Du sprichst so klar, mein Herz hat festen Stand. Dein Witz ist zart, er macht die Sorgen klein. Ich halte, Marie, mit dir den schiefen Rand. Und will noch viele Jahre bei dir sein.
Diese Angaben standen im Formular Jahrestag mit Marie, fünf Jahre, erster Kaffee und schiefe Böden

Schrank, Lachen, Liebe

Ben, zwei Jahre trägst du leicht mein Herz. Du hobst den Schrank, ich hielt es für Scherz. Du kochst so gut, dass selbst der Montag lacht, und weißt nach zehn Minuten, was der Film erdacht.
Diese Angaben standen im Formular Ben zum Valentinstag, zwei Jahre zusammen, kurz und augenzwinkernd im Paarreim

Elena, unser Weg und Bitte

Elena, acht Jahre gehen wir Hand in Hand. Ich sehe Lissabons Kacheln an den Gleisen. Der gelbe Wagen bog um Ecken, leise. Du lachtest, Licht tanzte an einer Wand. Ein Jahr lag Ferne zwischen uns, in Weiten. Wir sprachen durch den Flimmer, müde vom Schreiben. Du hieltest mich, und ich lernte zu bleiben. Wir fanden neue Nähe in geteilten Zeiten. Du nahmst den Hund, und Frieden kam auf Erden. Er schläft zu deinen Füßen, sanft in Träumen. Du bist so klug und ruhig in allen Räumen. Elena, willst du meine Frau nun werden?
Diese Angaben standen im Formular Heiratsantrag an Elena, acht Jahre, Lissabon und der Hund aus dem Tierheim, drei feierliche Strophen

Der Freitagszug zu Hanna

Hanna, der Freitagszug ist unser Band. Zweihundert Kilometer, dann deine Hand. Der Bahnsteig ist im Winter grau und leer. Du stehst am Ende, und nichts wiegt mehr schwer.
Diese Angaben standen im Formular Hanna in der Fernbeziehung, Freitagszug und der Bahnsteig im Winter, vier Zeilen im Paarreim, herzlich

Tim singt falsch

Tim, du singst falsch und tust es voller Mut. Du kochst dabei, und trotzdem wird es gut. Die Spülmaschine räumst du halb nur leer. Dafür bringst du am Dienstag Tulpen her. Ich rechne nicht, ich zähle nicht mehr nach. Ich bin bei dir seit sieben Jahren wach.
Diese Angaben standen im Formular Tim nach sieben Jahren, Küchengesang und Dienstagstulpen, sechs Zeilen im Paarreim, humorvoll

Sophies Becher am Morgen

Sophie, wir haben gestern viel gesagt. Heut steht dein Becher wieder neben mir. Du rührst den Zucker ein, so wie bei dir. Und keiner hat nach gestern noch gefragt.
Diese Angaben standen im Formular Sophie nach einem Streit, der Becher am Morgen, vier Zeilen im umarmenden Reim, schlicht

Erstes Jahr mit Lukas

Lukas, ein Jahr, und der Balkon ist grün. Wir haben die Tomaten zu dicht gesetzt. Sie wachsen trotzdem, dicht gedrängt und kühn. Wir ernten spät am Abend, ganz zuletzt. So leben wir, auf engem Raum und Rand. Wir stoßen uns im Flur, das kommt schon vor. Ich reiche dir am Morgen meine Hand, du sagst mir irgendetwas leis ins Ohr.
Diese Angaben standen im Formular Erster Jahrestag mit Lukas, zu dicht gepflanzte Balkontomaten, zwei Strophen im Kreuzreim, herzlich

Zwanzig Jahre, eine Küche

Johanna, zwanzig Jahre, eine Küche. Wir haben hier den größten Teil verbracht. Der Tisch trägt Kerben, Kreide, alte Sprüche. Und jede davon haben wir gemacht. Zwei Kinder wuchsen zwischen Tür und Herd. Sie zogen aus, jetzt stehen zwei Stühle leer. Wir zwei sind übrig, ruhig und unbeschwert. Ich höre dir noch zu und will noch mehr. Du singst beim Abwasch, immer noch zu laut. Ich trockne ab und treffe kaum den Ton. Nach zwanzig Jahren bist du mir vertraut. Und zwanzig weitere beginnen schon.
Diese Angaben standen im Formular Johanna zur Silberzeit, zwanzig Jahre Ehe, der zerkerbte Küchentisch, drei Strophen im Kreuzreim

David im Tanzkurssaal

David, du standst am Rand im Tanzkurssaal. Du tratest mir aufs Fußgelenk, ich auch. Wir stolperten durch Walzer, ohne Brauch, und lachten laut beim allerersten Mal. Zehn Jahre später führst du ruhig und klar. Du hältst den Takt, und ich vertraue blind. Wir drehen uns, als wären wir noch Kind, im Wohnzimmer, wie damals, Paar für Paar. Der Teppich ist zu klein für so viel Schwung. Die Lampe schwankt, der Nachbar klopft, egal. Dein Blick auf mich ist immer noch Signal. Mit dir, David, bleibe ich lange jung.
Diese Angaben standen im Formular David, kennengelernt im Tanzkurs, zehn Jahre später Walzer im Wohnzimmer, drei Strophen im umarmenden Reim

Nele im März

Nele, im März wusste keiner, wie es ausgeht. Ich saß auf dem Stuhl neben deinem Bett und lernte, wie lang eine Nacht sein kann. Du hast geschlafen und meine Hand gehalten. Wir haben wenig gesprochen. Es war trotzdem alles gesagt. Jetzt kaufst du wieder selbst die Brötchen. Du stehst in der Küche und summst. Ich bleibe stehen und höre zu, und das ist mein ganzes Glück.
Diese Angaben standen im Formular Nele nach einer schweren Krankheit, Wochen im Krankenhaus, drei Strophen ohne Reim, nachdenklich

Silberhochzeit mit Clemens

Clemens, fünfundzwanzig Jahre, Schritt für Schritt. Du nahmst mich damals in den Regen mit. Wir gaben uns vor nassen Gästen unser Wort. Der Fotograf verzweifelte sofort. Wir zogen dreimal um, du trugst die Kisten. Ich schrieb dazu die endlos langen Listen. Du hast am Ende jeden Nagel eingeschlagen. Und keiner musste jemals lange fragen. Es gab ein Jahr, da war der Ton sehr rau. Wir wussten beide nicht mehr ganz genau. Wir gingen still an manchem Abend fort und fanden spät zurück zum guten Ort. Heut stehen Silberkerzen auf dem Tisch. Die Kinder tragen ihre Reden frisch. Ich schaue dich im Kerzenlicht noch an und sehe den, mit dem ich alles kann.
Diese Angaben standen im Formular Silberhochzeit mit Clemens, Regenhochzeit und drei Umzüge, vier Strophen im Paarreim zum Vortragen

Gudrun und das rote Rad

Gudrun, vierzig Jahre, und ein Anfang bleibt. Du standst am Werkstor mit dem roten Rad. Ich fragte etwas, das mich heute treibt. Du sagtest ja und zeigtest mir den Pfad. Wir hatten eine Kammer, schmal und kalt. Es reichte kaum, wir teilten jedes Geld. Du kochtest Suppe, und der Raum bekam Gestalt. Aus wenig baute sich für uns die Welt. Dann kamen Kinder, laut und immer frisch. Die Jahre rannten uns davon, so schnell. Wir stritten manchmal spät noch überm Tisch. Und morgens war der Ton dann wieder hell. Ein Winter kam, da lagst du lange krank. Ich lernte kochen, schlecht und mit Bedacht. Du aßest alles, ohne einen Zank. Du hast dich abends heimlich krumm gelacht. Heut sitzen wir am Fenster, still, zu zweit. Die Enkel toben lärmend durch den Flur. Wir haben Ruhe, Gudrun, und wir haben Zeit. Und vierzig Jahre sind ein Anfang nur.
Diese Angaben standen im Formular Vierzigster Hochzeitstag mit Gudrun, erste Begegnung am Werkstor, fünf Strophen im Kreuzreim, feierlich
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