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Gedicht Beispiele

So klingen Gedichte aus dem Generator. Darunter steht jeweils, was im Formular eingetragen war.

Seit Platztausch bis ans Meer

Wir waren Kinder damals, Klasse sieben. Ein Platztausch öffnete uns neuen Raum. Wir sind durch alle Jahre treu geblieben. Aus leisem Flüstern wuchs ein großer Traum. Im Herbst zieht uns die Ostsee ans Meer. Du kochst zu viel, der Abend duftet frisch. Du erzählst, das Schweigen sagt noch mehr. Am Ende hat jeder Platz am Tisch. Du kommst zehn Minuten später, der Verkehr. Dein Lachen räumt den Rest der Sorgen klar. Bei dir hat jedes Stolpern Halt und Gewähr. Danke, Katrin, dass du bleibst, Jahr für Jahr.
Diese Angaben standen im Formular Katrin, 20 Jahre Freundschaft, Ostsee im Herbst, Kreuzreim, herzlich

Für Ingo nebenan

Ingo, du bist am Nachbartisch schon da. Der Filter läuft, dein Morgengruß ist nah. Du nahmst mich an die Hand am ersten Tag. Du zähmst den Drucker mit dem ruhigen Schlag. Danke, Ingo, du hältst hier alles zusammen. Bei dir bekommt die Arbeit warme Flammen.
Diese Angaben standen im Formular Kollege Ingo einfach so, Filterkaffee und ein Gespräch mit dem Drucker, kurz im Paarreim

Zehn funkelnde Mittwoche, Mats

Mats, heute wirst du zehn, mein helles Kind. Du suchst nach Spuren, leicht und unbeschwert. Dein Blick entdeckt, was mancher kaum noch ehrt. Wir halten dich umarmt wie sanfter Wind. Am Mittwoch kommst du nach der Schule an. Wir bauten einst ein Haus im hohen Ast. Du hieltest still beim allerersten Gast. Seitdem wächst jede Stunde mit voran. Du sammelst Sterne, wo ein Kiesel will. Dein Herz für Tiere bleibt warm und mild. Wie gut, dass es dich gibt, du buntes Bild. Wir halten dieses Glück und atmen still.
Diese Angaben standen im Formular Enkel Mats wird zehn, Mittwochnachmittage und glitzernde Steine, drei Strophen im umarmenden Reim

Drei Wochen Farne und Katze

Renate, danke für die drei Wochen Zeit. Die Farne leben, deine Kanne stand bereit. Die Katze schlief bei dir und wurde schwer. Wir bringen Kuchen, Sonntag, und noch mehr.
Diese Angaben standen im Formular Danke an Nachbarin Renate, Blumen und Katze im Urlaub, vier Zeilen im Paarreim, augenzwinkernd

Zwei Gläser für Tobias

Tobias, ich war laut, und du warst still. Ich habe deinen Satz zu schnell gestört. Ich sage dir, was ich dir sagen will. Es tut mir leid, ich habe nicht gehört. Wir gingen viele Jahre nebenher. Ich stelle zwei Gläser auf den alten Tisch. Ein Wort von dir, und alles wiegt nicht schwer. Dann fangen wir noch einmal an, ganz frisch.
Diese Angaben standen im Formular Entschuldigung an Freund Tobias nach einem Streit, zwei Strophen im Kreuzreim, nachdenklich

Drei Etagen und ein Schrank

Jonas und Lena, heute zieht ihr ein. Der Flur ist voll, das darf am Anfang sein. Drei Etagen Treppe habt ihr gut geschafft. Der erste Kaffee gibt euch neue Kraft. Ihr habt den Schrank am Abend aufgebaut. Zwei Schrauben lagen übrig, unverbaut. Er steht, er wackelt leicht, doch er hält Stand. Ihr habt ihn schließlich beide fest verspannt. Der Balkon zeigt nach Süden, welch ein Glück. Dort holt ihr euch die Abendsonne zurück. Zwei Stühle, ein Tisch, mehr braucht es nicht, dazu ein Glas und warmes Julilicht. Wir wünschen euch vier Wände, die euch tragen, und Nachbarn, die am Sonntag selten klagen. Ein Zuhause, das nach eurem Leben klingt, und viele Abende, an denen jemand singt.
Diese Angaben standen im Formular Einzugsgeschenk für Jonas und Lena, dritter Stock und ein wackliger Schrank, vier Strophen im Paarreim, humorvoll

Gute Besserung, Onkel Rolf

Onkel Rolf, dein Knie ist frisch und neu. Du liegst jetzt still und bleibst dir dabei treu. Die Schwester bringt dir Tee, du wolltest mehr. Du übst im Flur die Schritte, hin und her. Wir wünschen dir Geduld für ein paar Wochen, dann wird der Gartenzaun erneut besprochen.
Diese Angaben standen im Formular Genesungswunsch für Onkel Rolf nach der Knie-OP, sechs Zeilen im Paarreim, humorvoll

Amelie hat es geschafft

Amelie, das Zeugnis liegt auf deinem Tisch. Zwölf Jahre Schule sind ab heute weit. Dein Blick ist müde und zugleich ganz frisch. Vor dir liegt eine offene, weite Zeit. Wir sahen dich im Winter lernen, spät. Die Lampe brannte, und dein Tee stand kalt. Du weißt nun selbst, wie weit dein Wille geht. Das gibt dir mehr als jede Note Halt. Jetzt fährst du mit dem Zug ans blaue Meer. Der Herbst danach liegt offen und ist frei. Nimm mit, was trägt, der Rest wiegt nicht so schwer. Wir sind sehr stolz auf dich und sind dabei.
Diese Angaben standen im Formular Nichte Amelie hat Abitur, lange Winterabende am Schreibtisch, drei Strophen im Kreuzreim, herzlich

Fünfundzwanzig Jahre Sabine

Sabine, fünfundzwanzig Jahre hier im Haus. Du kamst als junge Frau, entschlossen, klar. Heut steht das ganze Team und klatscht Applaus. Wir denken gern zurück an jenes Jahr. Du hast durch stille Wochen viel getragen. Du bliebst am Platz, auch wenn der Sturm dort stand. Du halfst uns allen, ohne je zu klagen. Du gabst uns Antwort, oft mit ruhiger Hand. Um Viertel nach acht standst du an der Tür. Ein kurzer Gruß, und jeder Tag begann. Wir wussten früh, du bist der Takt von hier. Und wer dich fragte, wusste, was er kann. Heut stehen Blumen auf dem großen Tisch. Daneben steht für jeden hier ein Wein. Wir danken dir, dein Antrieb bleibt noch frisch. Und dieses Haus soll lange deines sein.
Diese Angaben standen im Formular Dienstjubiläum von Kollegin Sabine, 25 Jahre und ihr Gruß um Viertel nach acht, vier Strophen im Kreuzreim, feierlich

Für Miriam nach diesem Jahr

Miriam, dieses Jahr war lang. Du hast es getragen, ohne viel zu sagen. Wir sahen dich morgens aufstehen, auch wenn es keinen Grund dafür gab. Es gab Wochen, da blieb dein Telefon still. Wir haben trotzdem angerufen. Manchmal hast du abgenommen. Manchmal nicht. Beides war richtig. Jetzt wird es heller. Du schwimmst am Mittwoch wieder deine Bahnen. Das ist kein großer Satz. Wir freuen uns über jeden davon.
Diese Angaben standen im Formular Aufmunterung für Freundin Miriam nach einem schweren Jahr, drei Strophen ohne Reim, nachdenklich

Danke, Frau Brandt

Frau Brandt, drei Jahre brachten wir es her. Am ersten Morgen hing es an der Tür. Sie nahmen seine Hand und gingen ihm dafür den langen Flur entlang, es fiel ihm schwer. Sie hatten für die Leisen immer Raum. Sie merkten früh, wenn jemand sich verlor, und holten dieses Kind behutsam vor. Bei Ihnen wuchs aus Angst ein kleiner Traum. Am Donnerstag ging es hinaus zum Wald. Auch dann, wenn Regen an den Jacken stand. Sie zeigten meinem Kind den Wurzelrand. Es kam nach Hause nass, doch nie zu kalt. Jetzt kommt die Schule, und wir gehen fort. Der Ranzen steht im Flur und ist zu groß. Mein Kind läuft vor mir her, es lässt mich los. Sie gaben ihm dafür das erste Wort.
Diese Angaben standen im Formular Dank an Erzieherin Frau Brandt zum Kita-Abschied, Waldtag am Donnerstag, vier Strophen im umarmenden Reim, herzlich

Elias hat den Schein

Elias, der Führerschein liegt endlich da. Beim Einparken warst du dem Bordstein nah. Fahr wach, fahr ruhig, und lass dir Zeit. Der Tank ist voll, die Straße ist weit.
Diese Angaben standen im Formular Glückwunsch an Sohn Elias zum Führerschein, vier Zeilen im Paarreim, augenzwinkernd
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