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Gedicht zum Ruhestand Beispiele

So klingen Gedichte zum Ruhestand aus dem Generator. Darunter steht jeweils, was im Formular eingetragen war.

Dein neuer Anfang, Bernd

Bernd, du gabst uns Richtung und Stand. Der Kaffee um halb sieben war dir Pflicht. Geduldig führtest du mit klarem Verstand. Dann stand die Werkstatt hell im Licht. Drei Generationen folgten deiner Spur. Und manche Tasse fand nie mehr die Küche. Du gabst dem Handwerk Haltung wie Natur. Wir lächeln, denn der Duft schlug die Gerüche. Jetzt riecht die Zeit vor dir nach Neubeginn. Wir danken dir, die Jahre waren klar. Im Garten wächst die Ruhe wie ein Sinn. Und Freiheit winkt dir nah und wunderbar.
Diese Angaben standen im Formular Werkstattleiter Bernd geht nach 38 Jahren, vom Team, Kreuzreim

Fußspuren und neuer Aufbruch

Frau Dr. Reimann, heute gilt Ihr Glanz. Zweiundzwanzig Jahre hielten uns in Bahn. Aus sechs wuchs sechzig, Ihrer Arbeit Kranz. Sie gaben Maß und Mut, nicht nur den Plan. Präzise führten Sie, der Auftrag war klar. Drei Patente tragen still Ihren Namen. Sie forderten uns und blieben immer wahr. Sie hielten Ziele hoch im festen Rahmen. Wenn Sitzungen verrannen, war Schluss zur Zeit. Die Uhr war Schiedsrichter für jeden Satz. So blieb die Spur gerade, der Kopf bereit. Aus Ordnung wuchs Entfaltung, Freiraum, Platz. Was kommt, ist offene Zeit, ein Start. Ein Gratweg ohne Hast, ein weiter Steg. Der Bogen singt erneut in warmer Art. Und Karten liegen offen, zeigen Weg. Sie gehen nicht, Sie bleiben unser Grund. Ihr Team versteht den Sinn und trägt ihn weiter. Aus sechs ward sechzig, stark und klar und rund. Wir danken Ihnen und beginnen heiter.
Diese Angaben standen im Formular Frau Dr. Reimann verabschiedet sich nach 22 Jahren, fünf feierliche Strophen für die Rede

Papa, freie Fahrt voraus

Papa, du lenkst die Fünf seit Ewigkeit. Du kennst die kleinste Schleife, immer bereit. Du warst geduldig, Freund für jeden Gast. Jetzt winkst du ab und nimmst dir Rast. Jetzt fährst du selbst dahin, wohin du magst. Halb fünf klingelt nur noch, wenn du es sagst.
Diese Angaben standen im Formular Papa hört als Busfahrer der Linie 5 auf, kurz und humorvoll von der Familie

Vierzig Jahrgänge für Frau Sattler

Frau Sattler, vierzig Jahrgänge sind gegangen. Sie standen jeden Morgen an der Tür. Bei Ihnen hat das Lesen angefangen. Sie hatten für die Stillen ein Gespür. Sie hielten für ein stilles Kind die Zeit. Sie lasen freitags eine Stunde vor. Ihr Klassenzimmer war für alle weit. Und jeder Satz von Ihnen fand ein Ohr. Jetzt bleibt die Kreide liegen, Sie sind frei. Der Morgen fängt nicht mehr mit Klingeln an. Wir wünschen Ihnen Zeit und sind dabei, wenn Ihre neue Ruhe wachsen kann.
Diese Angaben standen im Formular Grundschullehrerin Frau Sattler geht nach 40 Jahren, Vorlesestunde am Freitag, drei Strophen im Kreuzreim, herzlich

Schlaf aus, liebe Doris

Doris, du hast so manche Nacht gewacht. Du hast den kalten Flur uns warm gemacht. Jetzt holt dich nachts kein Piepser mehr heraus. Schlaf lange, trink den Kaffee jetzt zu Haus.
Diese Angaben standen im Formular Krankenschwester Doris geht nach vielen Nachtschichten in den Ruhestand, vier Zeilen im Paarreim für die Karte

Der Schlüsselbund bleibt hängen

Kalle, du kanntest jeden Schlüssel in dem Haus. Du kamst bei jedem Rohrbruch als Erster raus. Kein Fenster klemmte länger als zwei Tage. Kein Wunsch blieb bei dir länger eine Frage. Jetzt hängt dein Schlüsselbund am Haken still. Wir suchen selbst, wenn hier der Kessel streiken will. Fahr raus an deinen See und mach dir frei. Den Rest im Haus, den schaffen wir dabei.
Diese Angaben standen im Formular Hausmeister Kalle hört auf, Schlüsselbund und störrischer Heizkessel, zwei Strophen im Paarreim, augenzwinkernd

Für Petra, einundzwanzig Jahre unterwegs

Petra, du saßt mit uns im selben Zug. Du fuhrst zu Kunden quer durchs halbe Land. Du hattest jeden Namen gleich zur Hand. Ein Anruf reichte dir, das war genug. Du nahmst dir für die Neuen immer Zeit. Du gabst uns bei den ersten Terminen Mut. Du sagtest klar, was schiefläuft und was gut. Dein ruhiges Wort trug unsere Runde weit. Jetzt bleibt dein Koffer oben auf dem Schrank. Du gibst die weiten Strecken endlich her. Wir wünschen dir viel Zeit und wenig Verkehr und sagen dir für einundzwanzig Jahre Dank.
Diese Angaben standen im Formular Petra aus dem Vertrieb geht in den Ruhestand, 21 Jahre auf Kundenreisen, drei Strophen im umarmenden Reim

Vierundzwanzig Jahre für unseren Ort

Herr Ostermann, Sie führten diesen Ort. Vierundzwanzig Jahre saßen Sie im Rat. Sie hörten zu und hielten immer Wort. Auf jede große Rede folgte Tat. Sie kämpften lange Jahre um die Halle. Sie standen bei dem Hochwasser am Fluss. Sie füllten Säcke, so wie wir, wie alle, und hielten Wache Nacht für Nacht im Guss. Der Ton im Saal war manchmal hart im Streit. Sie blieben ruhig, Ihre Linie klar. Sie gaben jedem, der es brauchte, Zeit. So wurde manches Wort erst später wahr. Jetzt legen Sie die Amtskette aus der Hand. Sie räumen ohne Eile Ihr Büro aus. Was Sie gebaut haben, das hat Bestand. Wir danken Ihnen und begleiten Sie nach Haus.
Diese Angaben standen im Formular Bürgermeister Ostermann tritt nach 24 Jahren ab, Hochwassernacht und neue Halle, vier feierliche Strophen im Kreuzreim

Vier Uhr ist jetzt vorbei

Uwe, du hast vierzig Jahre vor vier Uhr gestanden. Der Ofen war dein erster Gruß am Tag. Du kanntest jeden Teig an seinem Geruch. Niemand musste dir das je erklären. Jetzt übergibst du deiner Tochter den Schlüssel. Sie backt dein Brot und wird es anders machen. Du hast es selbst so mit dem Vater gehalten. Der Laden bleibt, der Name bleibt, das Haus bleibt. Schlaf endlich einmal, bis es draußen hell ist. Trink deinen Kaffee, wenn der Laden voll ist. Dann setz dich an den Tisch am kleinen Fenster und sieh dir an, was vierzig Jahre halten.
Diese Angaben standen im Formular Bäckermeister Uwe übergibt die Backstube an seine Tochter, drei reimlose Strophen, nachdenklich

Für Opa, den Postboten

Opa, du hast die Post ins Dorf gebracht, bei Regen, Schnee und morgens vor acht. Wir kennen dein gelbes, altes Rad. Es kannte jeden Hof und jeden Pfad. Jetzt fährst du los und nimmst dir freie Zeit. Die Taschen bleiben leer, dein Weg ist weit.
Diese Angaben standen im Formular Enkel verabschieden ihren Opa aus dem Postdienst, gelbes Rad und Dorfrunde, sechs Zeilen im Paarreim

Der letzte Neustart für Ralf

Ralf, du kanntest jeden Rechner in dem Haus. Du kamst, wenn nichts mehr lief, und bliebst dabei. Du zogst den Fehler aus dem Chaos raus. Nach einer Stunde war die Leitung frei. Du hast uns zwanzig Mal dasselbe erklärt. Du trugst den Montagmorgen mit Geduld. Du hast dich über keinen je beschwert. Bei dir bekam kein Nutzer eine Schuld. Jetzt hast du für die Werkstatt endlich Zeit. Kein Anruf stört dich mitten in der Nacht. Dein altes Motorrad steht längst bereit. Wir danken dir für jede stille Wacht.
Diese Angaben standen im Formular IT-Kollege Ralf geht in Rente, Bereitschaftsdienste und geduldige Erklärungen, drei Strophen im Kreuzreim, augenzwinkernd

Dreißig Jahre im Lesesaal

Frau Henning, dreißig Jahre in dem Saal. Sie wussten, wer im Winter Krimis las. Sie legten still zurück, was jemand vergaß. Sie kannten jeden Rücken im Regal. Sie kannten Ihre Leser hier beim Namen. Sie fragten nach, wenn jemand lange fehlte. Sie merkten, was ein Einzelner sich wählte. Und viele blieben, weil sie gerne kamen. Sie hielten diesen Raum so still und weit. Hier durfte jeder sitzen, ohne Zweck, ein warmer, freier, unbezahlter Fleck. Sie schenkten dieser Stadt ein Stück von Zeit. Jetzt geben Sie den Schlüssel aus der Hand. Der Saal bleibt offen, Ihre Arbeit fort. Wir danken Ihnen ohne großes Wort. Was Sie geordnet haben, hat Bestand.
Diese Angaben standen im Formular Bibliothekarin Frau Henning geht nach 30 Jahren, Lesesaal und Stammleser, vier Strophen im umarmenden Reim, nachdenklich
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