So klingen Gedichte zum 70. Geburtstag aus dem Generator. Darunter steht jeweils, was im Formular eingetragen war.
Siebzig Jahre, klare Hand
Papa, du führst mit ruhiger Hand.
Du trägst die Last, nie das Gewicht.
Die siebzig trägst du wie ein Land.
Dein Schritt sucht täglich Luft und Licht.
Ich rieche Kiefern, Zelt am See.
Du schraubtest mir mein erstes Rad.
Wir rollten staubig durch die Allee.
Du zeigtest Mut für jeden Pfad.
Du trittst jetzt kürzer, doch es wächst dein Garten.
Und trotzdem gehst du täglich los, so heiter.
Ich danke dir, Papa, für gute Karten.
Ich wünsche dir Wege, lang und weiter.
Diese Angaben standen im Formular
Papa wird 70, Zelturlaube am See und das erste Fahrrad, herzlich
Siebzig und immer in Schwung
Oma Inge, dein Rad singt durch die Straßen,
die Rosen duften heim wie stille Oasen.
Du brachtest uns das Schwimmen bei,
seitdem ist jedes Wasser frei.
Mit siebzig bleibst du voller Schwung,
und jeder Morgen ist ein Sprung.
Diese Angaben standen im Formular
Oma Inge wird 70, jeden Tag mit dem Rad unterwegs, kurze Karte im Paarreim
Siebzig Jahre, lieber Kollege
Herbert, siebzig Kerzen sind bereit.
Wir heben mit Respekt das Glas.
Dreißig Jahre Werkbank trug die Zeit.
Aus Spänen wuchsen Pläne, und auch Spaß.
Im Ruhestand beginnt der Tag mit Brot.
Du lachst, und alles riecht nach Duft.
Wir zählen keine Jahre, nur das Morgenrot.
Und Kisten schweben leicht wie Luft.
Du fährst noch immer gern das Rad.
Die Sehnsucht zieht dich nordwärts, an den Strand.
Beim Skat und unterwegs liegt dein Pfad.
Auf siebzig Jahre, Frühstück, Hand in Hand.
Diese Angaben standen im Formular
Herbert wird 70, 30 Jahre Werkbank an Werkbank, drei feierliche Strophen im Kreuzreim
Siebzig Jahre, volle Gläser
Mama, die Äpfel liegen früh im Gras,
du sammelst still, bevor die Wespen kommen.
Am Abend dampft die Küche, jedes Glas
hat einen Sommer in sich aufgenommen.
Mit siebzig gehst du langsamer den Hang,
doch keiner deiner Bäume bleibt allein.
Die Enkel tragen Körbe, und der Gang
wird lauter, und du lässt sie glücklich sein.
Du sagst, die Rente sei die schönste Zeit,
weil niemand mehr die Stunden für dich zählt.
Ich wünsche dir noch viele Jahre, weit,
und Körbe voll, in denen nichts mehr fehlt.
Diese Angaben standen im Formular
Mama wird 70, Streuobstwiese und eingekochte Gläser, drei Strophen im Kreuzreim, herzlich
Siebzig Kugeln für Dieter
Dieter, am Freitag stehst du auf der Bahn,
dein Anlauf sitzt, man merkt den alten Plan.
Mit siebzig triffst du besser als das Feld,
und rechnest ab, sobald die Runde zählt.
Wir wünschen dir noch viele Jahre Glück,
und jeden Freitag deine Bahn zurück.
Diese Angaben standen im Formular
Onkel Dieter wird 70, Kegelabend jeden Freitag, kurze Karte im Paarreim, humorvoll
Siebzig Jahre, volle Seiten
Marlies, dein Tisch am Fenster trägt Papier.
Du schreibst an alle, jede Woche neu.
Du fragst nach jedem Kind und bleibst dir treu.
Und jeder Brief bringt ein Stück Heimat hier.
Mit siebzig nimmst du dir für alles Zeit.
Kein Dienstplan, keine Uhr, kein fremder Ton.
Du schreibst am Morgen, und der Tag ist schon
ein Stück von jener alten Freundlichkeit.
Wir danken dir für viele volle Jahre,
für jedes Wort, das uns zusammenhält.
Wir wünschen dir Gesundheit und die Welt,
und Tinte, die ich lange noch bewahre.
Diese Angaben standen im Formular
Tante Marlies wird 70, schreibt der ganzen Familie Briefe, drei Strophen im umarmenden Reim, feierlich
Siebzig Jahre an der Elbe
Klaus, du sitzt am Ufer vor dem Licht,
die Elbe zieht, und du bewegst dich nicht.
Der Kaffee dampft, die Pose steht im Fluss,
und du hast Zeit, weil niemand rechnen muss.
Der Hecht von damals wächst mit jedem Jahr,
und keiner misst ihn nach, das ist uns klar.
Du zeigst die Hände, breit wie ein Balkon,
wir lachen laut, wir kennen ihn längst schon.
Die Rente hat dir keinen Schlaf gebracht,
du bist am Wasser, eh der Tag erwacht.
Die Enkel kommen mit und halten still,
zumindest, bis der Erste angeln will.
Wir wünschen dir viel Fisch und wenig Wind,
und Enkel, die geduldig bei dir sind.
Auf siebzig Jahre, Klaus, auf deinen Fluss,
auf gute Jahre ohne Überdruss.
Diese Angaben standen im Formular
Freund Klaus wird 70, angelt an der Elbe und nimmt die Enkel mit, vier Strophen im Paarreim, augenzwinkernd
Siebzig Jahre, kleine Gleise
Opa Werner, unten liegt dein Land,
mit Bergen aus Papier und grünem Moos.
Der Zug fährt los, gesteuert von der Hand,
und für die Enkel wird der Keller groß.
Du hast die Strecke Jahr um Jahr gebaut,
seit vierzig Jahren wächst der kleine Ort.
Die Enkel haben dir dabei vertraut,
und keiner will am Sonntag wieder fort.
Mit siebzig baust du weiter, ohne Hast,
kein Termin, der dich am Morgen treibt.
Wir wünschen dir viel Freude, keine Last,
und Enkel, deren Staunen bei dir bleibt.
Diese Angaben standen im Formular
Opa Werner wird 70, Modelleisenbahn im Keller und die Enkel als Publikum, drei Strophen im Kreuzreim
Siebzig Wege im Allgäu
Manfred, du misst die Jahre nicht in Zahlen.
Du misst sie in Wegen, die du zweimal gingst.
Den ersten als junger Mann, allein.
Den zweiten später, langsamer, mit uns.
Vierzig Jahre Schreibtisch liegen hinter dir.
Du hast sie nie beklagt, du hast sie getragen.
Jetzt zählt der Morgen mehr als jeder Termin,
und du stehst früh am Hang, bevor es hell wird.
Die Enkel wollen mit, und du gehst langsam,
damit die kurzen Beine bei dir bleiben.
Du zeigst den Weg, du zeigst die Namen der Berge,
und niemand merkt, wie viel du dabei erzählst.
Zum siebzigsten wünsche ich dir feste Knie,
und Tage, an denen der Nebel früh weicht.
Ich wünsche mir, dass wir noch oft zusammen gehen,
und oben sitzen, bis das Brot verteilt ist.
Diese Angaben standen im Formular
Schwiegervater Manfred wird 70, wandert im Allgäu mit den Enkeln, vier nachdenkliche Strophen ohne Reim
Siebzig Jahre voller Bücher
Hannelore, seit Jahren gibst du Zeit.
Du stellst am Dienstag jedes fremde Buch
zurück ins Fach, und hast noch einen Spruch.
Mit siebzig bist du morgens früh bereit.
Diese Angaben standen im Formular
Nachbarin Hannelore wird 70, ehrenamtlich in der Bücherei, vier Zeilen im umarmenden Reim, schlicht
Siebzig Jahre, offene Türen
Ulrike, du hast Kindern Mut gemacht,
in Räumen, die zu eng und laut gewesen.
Du hast auch an die Stillen stets gedacht,
und ihnen ihre Angst vom Blatt gelesen.
Jetzt bist du siebzig, und die Kreide ruht.
Der Ruhestand gibt dir die Vormittage.
Du liest im Garten, und es geht dir gut,
und niemand stellt dir eine schnelle Frage.
Ich wünsche dir noch viele helle Tage,
Besuch am Nachmittag, die Tür weit auf,
und Zeit für dich, ganz ohne fremde Klage,
und einen Sommer ohne festen Lauf.
Diese Angaben standen im Formular
Schwester Ulrike wird 70, dreißig Jahre Lehrerin und jetzt im Ruhestand, drei Strophen im Kreuzreim, nachdenklich
Siebzig Jahre, immer im Takt
Brigitte, mittwochs holst du deine Schuhe,
und tanzt den Abend fort, ganz ohne Ruhe.
Mit siebzig drehst du dich wie eine Uhr,
und manchem jungen Herrn fehlt schlicht die Spur.
Wir wünschen dir noch viele volle Runden,
und Abende, die viel zu schnell verschwunden.
Diese Angaben standen im Formular
Cousine Brigitte wird 70, Tanzkurs am Mittwoch, kurze Karte im Paarreim, humorvoll