So klingen Gedichte zum 90. Geburtstag aus dem Generator. Darunter steht jeweils, was im Formular eingetragen war.
Neunzig Jahre, Opa Wilhelm
Opa Wilhelm, du bautest dein Haus.
In neunzig Jahren blieb dein Blick klar.
Am langen Tisch klingt leiser Applaus.
Was du geschaffen hast, ist wahr.
Der alte Apfelbaum rauscht in den Zweigen.
Wir sitzen unterm Grün, in Runden.
Aus kleinen Funken kannst du Bilder zeigen.
Bei dir wird Zeit zu goldenen Stunden.
Neunzig Jahre, und wir sind stolz.
Mein Wunsch als Enkel bleibt ganz schlicht.
Du hältst uns ruhig wie festes Holz.
Dass dir gelingt, was Freude verspricht.
Diese Angaben standen im Formular
Opa Wilhelm wird 90, selbstgebautes Haus und alter Apfelbaum, feierlich
Neunzig Fäden, helles Herz
Liebe Oma Hedwig, neunzig trägst du fein.
Dein Faden hält, dein Blick bleibt rein.
Von deiner Nähstube erzählst du bei Kaffee.
Die Zeit wird weich, die Milch wie Schnee.
Bleib flink mit Nadel, Herz und Hand.
Ich wünsche dir ein leichtes Band.
Diese Angaben standen im Formular
Oma Hedwig wird 90, Näherin von Beruf, kurze warme Karte im Paarreim
Neunzig Jahre Nachbarschaft
Herr Lindner, neunzig, und Ihr Haus.
Die Nachbarschaft bittet Sie herein.
Wir hören Ihren Schritt, Applaus.
Der Tag soll hell und rund sein.
Sie lehrten uns im Hof das Schach.
Die Zeitung raschelt, Ihr Blick bleibt klar.
Wer mit Ihnen zog, blieb wach.
Ihr Balkonkasten grüßt uns jedes Jahr.
Seit fünfundfünfzig Jahren sind Sie vertraut.
Die ganze Straße dankt Ihnen im Klang.
Aus Ihrem stillen Wirken ist viel gebaut.
Wir wünschen Ihnen Kraft, lebenslang.
Diese Angaben standen im Formular
Herr Lindner wird 90, seit 55 Jahren im Haus, drei feierliche Strophen für die Feier im Hof
Neunzig und noch immer Skat
Onkel Hermann, neunzig, und du mischst noch aus.
Am Donnerstag im Skatclub führst du das Haus.
Wir wünschen dir noch manchen guten Stich
und helle, ruhige Jahre, ganz für dich.
Diese Angaben standen im Formular
Onkel Hermann wird 90, Donnerstagsrunde im Skatclub, vier Zeilen im Paarreim, augenzwinkernd
Uroma Käthe und die Kleinen
Uroma Käthe, neunzig, und die Stube voll.
Vier Urenkel drängeln sich an deinen Tisch.
Du reichst Bonbons herum, dein Lachen bleibt frisch.
Wir finden dieses laute Fest ganz wundervoll.
Diese Angaben standen im Formular
Uroma Käthe wird 90, vier Urenkel und Bonbons, kurze Karte im umarmenden Reim, herzlich
Neunzig Jahre Post
Tante Elfriede, neunzig Jahre Post.
Du schreibst uns Briefe, jede Woche neu.
Die Schrift steht schräg, die Tinte gibt uns Trost.
Wir sammeln alles, und du bleibst dir treu.
Diese Angaben standen im Formular
Tante Elfriede wird 90, schreibt bis heute Briefe von Hand, vier Zeilen im Kreuzreim, schlicht
Papa Gerhard und der rote Stift
Papa Gerhard, heute wirst du neunzig Jahr.
Vor dir saß halb Marburg in den Bänken.
Du machtest krumme Sätze wieder klar.
Du konntest jedem Kind ein Wort verschenken.
Am Morgen liegt die Zeitung auf dem Tisch.
Der rote Stift liegt griffbereit daneben.
Du bleibst genau, dein Urteil bleibt noch frisch.
Wir danken dir für dieses lange Leben.
Diese Angaben standen im Formular
Vater Gerhard wird 90, Lehrer in Marburg und Zeitung mit rotem Stift, zwei Strophen im Kreuzreim
Neunzig Sommer im Garten
Oma Margarete, neunzig Sommer lang.
Du gingst durch deinen Garten jeden Morgen.
Die Rosen an der Mauer kennen deinen Gang.
Du nahmst den Beeten Jahr für Jahr die Sorgen.
Wir saßen als Kinder unter deinem Baum.
Du legtest uns die Schere in die Hand.
Aus einem dünnen Steckling wuchs ein Traum.
Aus deinem schmalen Beet ein ganzes Land.
Jetzt sitzt du auf der Bank und schaust hinaus.
Die Amsel singt dir zu, wie jedes Jahr.
Wir tragen dir den Kuchen still ins Haus.
Und wünschen dir ein Fest, so hell und klar.
Diese Angaben standen im Formular
Oma Margarete wird 90, Rosen an der Mauer und Stecklinge mit den Enkeln, drei Strophen im Kreuzreim
Ilse und der Kirchenchor
Liebe Ilse, neunzig Jahre voller Klang.
Im Kirchenchor stand deine Stimme lang.
Du sangst den Alt, ganz sicher und ganz rein.
Die Reihe hinter dir stimmt gern mit ein.
Noch immer gehst du sonntags durch das Tor.
Du hebst dein Blatt und singst wie stets zuvor.
Wir wünschen dir noch viele leichte Lieder
und helle Jahre, Sonntag für Sonntag wieder.
Diese Angaben standen im Formular
Freundin Ilse wird 90, singt seit Jahrzehnten Alt im Kirchenchor, zwei Strophen im Paarreim, herzlich
Opa Friedrich, neunzig Jahre
Opa Friedrich, neunzig Jahre.
Deine Hände haben Eisen gebogen.
Sie liegen jetzt ruhig auf der Decke.
Sie haben ihre Arbeit getan.
In der Werkstatt hing der Geruch von Kohle.
Wir standen als Kinder an der Tür.
Du hobst den Hammer, und wir hielten still.
Der Funke flog, und wir zählten mit.
Heute ist das Feuer kalt.
Dein Blick ist es nicht.
Neunzig Jahre, und du schaust uns an,
als hätte alles gerade erst begonnen.
Diese Angaben standen im Formular
Opa Friedrich wird 90, Schmied und seine Werkstatt, drei kurze Strophen ohne Reim, nachdenklich
Neunzig Jahre Brot
Mama Anneliese, neunzig Jahre Brot.
Du standst im Laden, bevor der Morgen kam.
Der Ofen atmete, die Kruste wurde rot.
Du wusstest, was ein jeder Kunde nahm.
Am Samstag stand die Schlange bis zur Tür.
Wir Kinder saßen hinter dem Regal.
Du gabst uns Teig und einen Bogen Papier.
Wir buken krumme Tiere, jedes Mal.
In mageren Jahren warst du still bedacht.
Der Ofen lief, auch wenn der Vorrat schwand.
Du hast uns satt und ruhig durchgebracht.
Du nahmst uns jede Sorge mit der Hand.
Der Laden ist verkauft seit langer Zeit.
Du sitzt am Fenster, wenn die Glocken schlagen.
Wir halten deine Rezepte noch bereit
und wollen deinen Namen weitertragen.
Diese Angaben standen im Formular
Mutter Anneliese wird 90, eigene Bäckerei und magere Jahre, vier Strophen im Kreuzreim zum Vortragen
Karl und seine Bienen
Karl, du wirst neunzig, und die Sonne steht.
Am Rand der Wiese warten deine Beuten.
Du sprachst mit ihnen mehr als mit den Leuten.
Du wusstest früh, wohin ein Sommer geht.
Du hobst den Deckel ruhig, mit der Hand.
Der Rauch zog blau, und alles wurde still.
Wir standen hinten, wie ein Kind es will,
und sahen zu, gebannt am Wiesenrand.
Die Gläser stehen ordentlich im Regal.
Du hältst sie gegen unser Küchenlicht.
Du kennst an ihrer Farbe das Gewicht
des Sommers, den es hält, ein jedes Mal.
Die Arbeit an den Kästen fällt dir schwer.
Ein Enkel trägt sie jetzt für dich zum Feld.
Du gibst ihm ruhig weiter, was dich hält.
Du lächelst, denn du sorgst dich längst nicht mehr.
Wir sitzen heute lang am Tisch bei Wein.
Ein Glas von deinem Honig steht dabei.
Wir wünschen dir noch Sommer, hell und frei,
und Jahre, ruhig wie dein Bienenhain.
Diese Angaben standen im Formular
Schwiegervater Karl wird 90, Imker mit Beuten am Wiesenrand, fünf Strophen im umarmenden Reim, feierlich